Stiftung „Haus der kleinen Forscher" heißt jetzt Stiftung Kinder forschen

11.05.2023

Deutschlands größte Fortbildungsinitiative für Kita, Hort und Grundschule ändert ihren Namen und heißt ab sofort Stiftung Kinder forschen. Damit reagiert die Stiftung auf die zahlreichen Entwicklungen, die nicht nur sie selbst, sondern die Bildungslandschaft insgesamt in den vergangenen Jahren gemacht hat. Das Ziel bleibt auch mit neuem Namen das gleiche: die Förderung von Kompetenzen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung bei Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren.

„Die Fähigkeit der Stiftung, auf Entwicklungen zu reagieren und diese zu gestalten, begeistert mich seit über 15 Jahren. Neben den Kitas sind heute auch Grundschulen angesprochen. Die MINT-Bildung haben wir erweitert auf MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sowohl die Stiftung als auch ihre Netzwerkpartner bieten jetzt Fortbildungen in Präsenz und digital an", sagt Prof. Jürgen Mlynek, Stiftungsratsvorsitzender und Mitgründer der Stiftung Kinder forschen. „Gleichzeitig ist die Grundüberzeugung immer die gleiche geblieben: Alle Kinder sollen Freude am Entdecken und Forschen entwickeln, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion und Einkommen der Eltern und genau das soll der Name Stiftung Kinder forschen noch stärker zum Ausdruck bringen."

Kern der Arbeit der Stiftung Kinder forschen ist ein umfangreiches und bundesweites Fortbildungsprogramm, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte fit macht, Kinder qualifiziert beim Entdecken und Forschen zu begleiten – und das mit großem Erfolg. Seit der Gründung 2006 haben die Stiftung und ihre Partner deutschlandweit rund 86.000 pädagogische Fach-, Lehr- und Leitungskräfte aus mehr als 35.100 Einrichtungen weitergebildet. Bereits 6.000 Kitas, Horte und Grundschulen sind für ihr Engagement in der frühen MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung zertifiziert.

„Kindheit hat sich verändert"

Die Stiftung baut zudem ihren Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Kitas in Deutschland weiter aus und kombiniert dafür frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Organisationsentwicklung. Parallel dazu zeigt die gemeinsam mit der Stiftung Lesen aufgebaute Initiative zur MINT- und Leseförderung, wie sich auch andere Themenbereiche mit früher MINT-Bildung verbinden lassen, um grundlegende Kompetenzen von Kindern erfolgreich zu fördern.

„Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrkräfte haben eine besondere Rolle: Sie motivieren und begleiten die Mädchen und Jungen dabei, scheinbar Selbstverständliches kritisch zu hinterfragen. Denn auch Kindheit hat sich verändert. Kinder benötigen heute und in Zukunft noch stärker ausgebaute MINT-Kompetenzen, um Herausforderungen wie den Klimawandel zu bewältigen oder die zunehmende Digitalisierung sinnvoll zu nutzen. Dafür brauchen wir qualifizierte pädagogischen Fach- und Lehrkräfte, die ebenso mutig und neugierig sind wie die Kinder", sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kinder forschen. „Und auch wir als Stiftung sind gefordert, neugierig zu bleiben und uns immer wieder auf Neues einzulassen. Die Umbenennung ist daher ein großer, aber logischer Schritt für uns."

Überarbeitete Lernplattform ist online

Zeitgleich mit der Einführung ihres neuen Namens präsentiert die Stiftung Kinder forschen ihre neue digitale Lernplattform „Campus". „Der Campus hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im digitalen Angebot der Stiftung entwickelt und ergänzt unsere lokalen Präsenzfortbildungen perfekt", sagt Angelika Dinges, Vorständin der Stiftung Kinder forschen. „Hier finden pädagogische Fach- Lehr- und Leitungskräfte kostenlose Weiterbildungen und Lernmaterialien zu den Themen MINT, Nachhaltigkeit, Organisationsentwicklung und Zertifizierung sowie Möglichkeiten zum Fachaustausch mit der Community. Und genau wie sich die frühe Bildung in Deutschland stetig verändert hat, so war es auch an der Zeit, unsere Lernplattform zu modernisieren, um den Bedürfnissen unserer Zielgruppe gerecht zu werden."

 

Bühnenbild: Christoph Wehrer / © Stiftung Kinder forschen