Wir – die Kinder und Erwachsenen aus der KT „EINSTEIN“ - haben im Januar den ersten Ausflug im Rahmen von HalLiBü gemacht. Bei „HalLiBü“ (= Halle liest seine liebsten Kinderbücher) hören wir nicht nur neue Geschichten aus Kinderbüchern, sondern lernen ganz nebenbei auch noch die Stadt Halle und die Menschen mit ihren Berufen kennen. Das Konzept von HalLiBü ist in einer Neustädter Sprach-Kita entstanden. Unsere Sprachberaterin bringt dieses Konzept nun auch zu uns in den „EINSTEIN“.
Am Mittwoch, dem 21. Januar waren wir im Bergmannstrost Klinikum. Dort hat uns die Chefin der Klinikküche, erwartet. Nachdem sie uns mit ihrer Kollegin an der Information abgeholt hat, gingen wir in den Pavillon des Krankenhauses. Dort warteten Getränke und kleine leckere Snacks auf uns.
„Wenn ihr alle eine Kleinigkeit gegessen und etwas getrunken habt, gehen wir in die Küche. Ich möchte euch gerne zeigen, wo ich arbeite und wie viele fleißige Menschen dort sind, um für die Menschen, die in diesem Krankenhaus liegen und arbeiten, eine warme Mahlzeit zuzubereiten“ sagte sie.
Während wir alle noch eine Kleinigkeit gegessen haben, konnten Fragen gestellt werden. „Du hast einen weißen Kittel an – bist du ein Arzt?“ fragten wir. „Nein – ich trage den Kittel als Schutzkleidung. Aber ihr habt recht, das kann zu Verwechslung führen. Mich kennen fast alle Menschen hier, deshalb kommt das nicht vor.“
Die Schutzkleidung war vorm Eintritt in die Küche auch für uns wichtig. Wir bekamen alle eine Schürze und eine Haube auf den Kopf. In der Küche konnten wir so vieles entdecken! Viele große Spülmaschinen, Pfannen, so groß wie ein Kinderbett, die wir hoch – und runterziehen konnten, zwei Kühlräume für die Lebensmittel, die frisch gelagert werden müssen und riesige Schneebesen und Kellen. In der Küche durften wir sogar etwas kosten – der Koch hat uns ein Jägerschnitzel in Häppchen geschnitten und probieren lassen. Und noch einen Löffel Heidelbeersauce. „Jeden Tag gibt es drei verschiedene Gerichte zwischen denen man wählt. Heute gibt es Nudeln mit Soße, Fisch mit Kartoffeln und Hefeklöße mit Heidelbeeren“ erklärte uns die Küchenchefin.
Zurück im Pavillon hörten wir die Geschichte vom Max, dem Gemüsehelden. Max ist ein Fuchs, der ganz viel Gemüse isst, statt Fleisch. Untypisch! Seine Freunde Bär und Wolf finden das äußerst fragwürdig. Eines Tages geht der Fuchs los und schnappt sich das Huhn, Wilma. Nicht, um sie zu braten – zusammen kochen sie ein Pilzomelette und der Fuchs brauchte Wilma für die Eier! Wolf und Bär, die später auch am Tisch sitzen, stellen freudig fest, wie köstlich das vegetarische Essen schmeckt.
„Max, der Gemüseheld“ lädt uns ein, etwas Neues auszuprobieren – so wie wir heute einen ganz unkonventionellen Ort gewählt haben, um ein Kinderbuch zu hören. Wir sagen Danke für den äußerst bereichernden, wirklich spannenden und leckeren Vormittag!